Hier finden Sie
Informationen zu den im Rahmen von "Netzwerke wirksamer Hilfen für
Alleinerziehende" und "Gute Arbeit für Alleinerziehende"
geförderten Projekten.
Alleinerziehende Mütter sind in Deutschland heute häufiger berufstätig als vor 2000, trotzdem aber oft armutsgefährdet. Das gilt auch für andere Länder: Wie ein Vergleich zwischen Deutschland, Frankreich, Schweden und Großbritannien zeigt, haben Alleinerziehende weniger Teilhabechancen als Mütter in Paarhaushalten – sie sind seltener erwerbstätig, häufiger von Armut bedroht und öfter krank. Darauf weist das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) in der aktuellen Studie „Arbeitsmarktintegration und sozio-ökonomische Situation von Alleinerziehenden. Ein empirischer Vergleich: Deutschland, Frankreich, Schweden, Vereinigtes Königreich“ für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hin.
Ein
Großteil der Netzwerke im ESF-Bundesprogramm „Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende“
hat Bedarfs- und Bestandserhebungen durchgeführt, um die Situation vor Ort zu
analysieren und damit eine fundierte Grundlage für die Netzwerkarbeit zu
schaffen. So auch das GOthaer FORum für Alleinerziehende, das Forum
Alleinerziehende aus der StädteRegion Aachen und das Düsselnetz, die dabei ganz
unterschiedlich vorgegangen sind. Diese Netzwerke haben ihre Befragungen inzwischen
ausgewertet und nutzen nun die Ergebnisse als Basis für die Initiierung struktureller
Veränderungen und die Entwicklung bedarfsgerechter Produkte.
Im Rahmen des
Förderprogramms „Netzwerken wirksamer Hilfen für Alleinerziehende“ erfolgt die
Netzwerkarbeit unter anderem durch sogenannte Anlaufstellen für Alleinerziehende.
Ziel dieser Anlaufstellen ist es, Alleinerziehende dabei zu unterstützen, passgenaue
Angebote, die von den Netzwerkpartnern bereitgestellt werden, unkompliziert zu erhalten.
In einer Anlaufstelle werden einschlägige Informationen der Netzwerkpartner vorgehalten,
vernetzt und weitergegeben. Die Anlaufstelle übernimmt damit eine Lotsenfunktion für die vorhandenen
Beratungs- und Unterstützungsangebote des Netzwerks.