Jobcenter Erlangen, GGFA AöR
Nürnberger Str. 35
91054 Erlangen
Annette Schuwirth
Netzwerk Alleinerziehende Erlangen
GST Stadt Erlangen
Jugendamt der Stadt Erlangen
Das Projekt fügt in das bestehende Beratungsnetzwerk für Alleinerziehende den Aspekt der berufs- und arbeitsmarktbezogenen Beratung ein. Die bestehenden Beratungsangebote zielen auf die Stabilisierung der Ein-Eltern-Familien durch Beratung und Unterstützung in Erziehungsfragen, finanziellen und rechtlichen Problemen sowie bei der Organisation der Kinderbetreuung. Damit wird eine Stabilisierung der Rahmenbedingungen der Familien erreicht.
Bisher wenig bearbeitet werden kann jedoch die Problematik der mittel- bis langfristigen wirtschaftlichen Existenzsicherung der Familien. Der Transferleistungsbezug sichert zunächst die wirtschaftliche Existenz ab, kann jedoch nicht als dauerhafte Lebensperspektive akzeptiert werden. Die arbeitsmarktliche Integration soll deshalb möglichst frühzeitig thematisiert und parallel zu den anderen Beratungsthemen in den Blick genommen werden. Dabei soll keine Überforderung der Alleinerziehenden erzeugt werden, sondern die Perspektive einer eigenständigen Lebensführung als positive Zielperspektive entfaltet werden. Durch die frühzeitige Einführung des Beschäftigungsaspektes kann der langfristigen Abhängigkeit der Ein-Eltern-Familien von Transferleistungen begegnet und Gewöhnungseffekte vermieden werden.
Das Projekt greift auf die Erfahrungen und Netzwerke des SGB II-Trägers zurück und erschließt diese für die Beratungsarbeit für Alleinerziehende. IBA steht Rechtskreis-unabhängig für arbeitsmarktliche Orientierungsberatungen zur Verfügung und verweist die Alleinerziehenden an weiterführende maßgeschneiderte Beratungsangebote. Damit werden die Beratungsstellen von der Problematik der unterschiedlichen Zuständigkeiten zwischen ALGI- und ALGII-Trägerschaft entlastet.
Es sollen v.a. Alleinerziehende in den Blick genommen werden, bei denen noch keine mentale Verfestigung des Transferbezugs eingetreten ist und deren berufliche Integration durch Hilfen zur Stabilisierung der Rahmenbedingungen und eine parallel eingeleitete Vermittlungsunterstützung erreicht werden kann.
IBA tritt in der Öffentlichkeit und gegenüber Arbeitgebern als Protagonistin für die berufliche Integration Alleinerziehender auf. Die direkte Ansprache von Arbeitgebern soll diese für die Beschäftigung Alleinerziehender sensibilisieren. Dabei wird IBA nicht auf der Appellebene agieren, sondern Arbeitgeber motivieren zur Erprobung von Arbeitszeitmodellen, die Alleinerziehenden die Arbeitsaufnahme ermöglichen.
- Besonders benachteiligte Alleinerziehende
- Alleinerziehende unter 25
- Arbeitgeber
- Ziel 1: Stärkung der arbeitsmarktlichen Perspektive in der Beratungsarbeit
Ziel 2: Nachhaltige Professionalisierung der Netzwerkpartner zu arbeitsmarktlichen Themen: Zwei arbeitsmarktbezogene Fortbildungsaktivitäten je Netzwerkakteur /Jahr. - Ziel 1: Erhöhung der Erwerbsbeteiligung Alleinerziehender:
Verringerung Anzahl alleinerziehender ALG II-Bezieher um 70 Personen in 24 Monaten. - Ziel 1: Verbesserung der Arbeitszeitgestaltung unter dem Aspekt der
Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Alleinerziehende.
Ziel 2: Erhebung der Bedarfe der Arbeitgeber, welche Service- Unterstützungsangebote ihnen die Einstellung Alleinerziehender erleichtern würden.



